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Kerzen für die Strassenverkehrsopfer


Gestern Montag haben wir auf der Pestalozziwiese hundert Kerzen für die Strassenverkehrsopfer der Stadt Zürich angezündet und dabei Passanten über die grosse Zahl der Opfer informiert. Wie in der entsprechenden Medienmitteilung zu lesen ist, lobhudelt sich der Stadtrat derzeit mit seiner Verkehrspolitik. Dass in Zürich 100 Menschen jährlich wegen direkten Folgen des Strassenverkehrs zu Tode kommen wird dabei getrost ignoriert.
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Gentech-Flyern vor der Migros Lindenplatz

Am Samstag war ich mit Bastien vor dem Migros am Lindenplatz Flyern für die Gentechabstimmung. Es war interessant zu spüren wie die Bevölkerung auf die Abstimmung eingestellt ist. Grundsätzlich ist der Samstagseinkäufer und die Samstagseinkäuferin nicht grad besonders politisch eingestellt, das war leicht festzustellen. Eigentlich möchten alle in Ruhe dem Konsum fröhnen. Doch wenn man auf die Konsumenten zugeht und sie mit "Gentechnik, Abstimmung nicht vergessen" abholt, wird plötzlich Interesse sichtbar. Viele haben bereits brieflich abgestimmt. Das wird einem auch grad mitgeteilt. Meistens zustimmend, zur Initiative natürlich, also zur "Sicherheitspause" vor dem grossen Gentecheinsatz. Einige, wenige stehen der Initiative auch ablehnend gegenüber, meinen Beobachtungen nache eher so der gesetzte Akademikertyp (subjektiv). Doch die meisten Leute stimmen der Initative zu und stehen der Gentechnik sehr skeptisch, abwartend oder sogar ablehnend gegenüber. Die SchweizerInnen mögens natürlich und unverändert, nicht manipuliert und angepasst.

Zum Thema war übrigens am Samstag ein interessanter und ausgesprochen ausgewogener Artikel im Magazin (leider nicht online).

Empfehlenswert ist, auch zum Thema, übrigens dieser Telepolis Artikel von Wolf-Dieter Roth:
Marken-Gene: Fortpflanzung als Urheberrechtsbruch und Patente auf Leben
US-amerikanische Unternehmen patentieren bislang frei verfügbare Pflanzen und wollen deren traditionellen Anbau verbieten:
Seit 1997 erhalten Firmen, insbesondere aus den USA, erstmals Patente auf Leben und schaffen einen in der Geschichte des geistigen Eigentums einmaligen Präzedenzfall. So knackten Großkonzerne den genetischen Code der gelben Bohne aus Mexiko, des südostasiatischen Basmatireises oder auch der peruanischen Maca-Pflanze. Die Pflanzen wurden de facto zum Eigentum der Multis. Diese Praxis zerstört die traditionellen lateinamerikanischen oder asiatischen Märkte und zwingt die Kleinbauern, für den Verkauf ihrer Produkte im Ausland Lizenzgebühren zu entrichten.
Foto: /files/images/blog/migros-lindenplatz.jpg
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